Bei strahlendem Sommerwetter versammelten sich über 700 Menschen im Schiffbau und im Moods, um gemeinsam 30 Jahre KulturLegi Kanton Zürich zu feiern. Es war ein würdiges Jubiläum voller Musik, Begegnungen und gelebter Gemeinschaft.
Ein Fest für Gross und Klein
Der Nachmittag gehörte ganz den Familien. Bei Popcorn, Glacé und Zuckerwatte genossen sie das Konzert von Laurent und Max, die mit ihren frechen Mundart-Hits generationenübergreifend für Begeisterung sorgten. Björn Callensten, Direktor von Caritas Zürich, würdigte die KulturLegi als wichtiges Instrument sozialer Teilhabe und dankte den zahlreichen Partner*innen, die das Angebot seit Beginn mittragen. Zugleich stellte er die berechtigte Frage, ob es überhaupt etwas zu feiern gebe – schliesslich müsse das Ziel sein, dass alle genug zum Leben haben und es eine KulturLegi eines Tages nicht mehr braucht.
Musik, Stimmen und starke Auftritte
Stand-up-Comedian Moritz Schädler führte mit Charme und Witz durch den Tag. In den frühen Abendstunden zeigte er zudem seine musikalische Seite: Als Singer-Songwriter und Gitarrist MoreEats lieferte er mit sphärischen Indie-Pop-Perlen den stimmungsvollen Soundtrack zum Abendessen auf dem Schiffbauplatz.
Später im Moods gelang der Zürcher Rap-Ikone Big Zis mit der Big Hug Experience ein kraftvoller, vielstimmiger Auftritt zwischen Konzert, Kollektiv und Statement – kämpferisch, stilsicher und pointiert, mit Sounds zwischen Pop, Punk, Spoken Word und Noise.
Šuma Čovjek war ein Erlebnis. Die neunköpfige Band nahm das Publikum mit auf eine Reise der Gefühle, auf der melancholische Balladen auf tanzbare, treibende Rhythmen trafen. Mit mehrsprachigen, tiefgründigen Texten, prägnanten Bläsersätzen und urbanen Beats begeisterte die Band um Ivica Petrušić, Hafid Derbal sowie Pianist und Produzent Manuel Wülser auf ganzer Linie. DJ Miss Hyde sorgte anschliessend mit Disco-Klassikern auf Vinyl für einen würdigen Ausklang.
30 Jahre Engagement für Teilhabe
Neben den lauten Tönen gab es auch die kleinen, stillen Momente. So beeindruckte Branka Goldstein, die 1996 die KulturLegi initiiert hatte, mit Berichten aus den Anfängen des Angebots. Ihr, die sich ein Leben lang für sozial benachteiligte Menschen einsetzte, gebührt grosse Anerkennung.
Heute, rund 30 Jahre nach ihrer Entstehung, ist die KulturLegi ein schweizweit etabliertes Instrument gegen soziale Ausgrenzung. Sie steht für die Überzeugung, dass gesellschaftliche Teilhabe keine Frage des Einkommens sein darf. Mit dieser Haltung engagieren wir uns weiterhin mit Herz für einen niederschwelligen Zugang zu einem vielfältigen Angebot aus Kultur, Sport, Bildung und Gesundheit.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen besonderen Anlass möglich gemacht haben.
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